Zu gut für die Tonne

In Deutschland wirft jeder Mensch jährlich Lebensmittel im Wert von etwa 300 Euro weg. Insgesamt landen hier jedes Jahr bis zu 20 Millionen Tonnen im Müll. Vieles davon wäre noch genießbar gewesen.

My Little Friend from Eric Prah on Vimeo.

Einer der Gründe dürfte sein, dass eine Angabe auf Lebensmitteln vielfach falsch verstanden wird: das gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum. Es gibt an, bis zu welchem Datum das ungeöffnete Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Farbe, Geschmack, Geruch, Konsistenz und Nährwert mindestens behält. Von ungnießbar steht da nichts! Bei richtiger Lagerung können die Produkte in den meisten Fällen auch nach Ablauf des angegebenen Datums gegessen oder getrunken werden.

„Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man selbst beurteilen ob ein Lebensmittel noch gut ist. Nur wenn Sie deutliche Veränderungen in Farbe, Konsistenz, Geruch oder Geschmack entdecken, sollten Sie die Produkte besser entsorgen.“ rät die Verbraucherschutzministerin.

 

Einige Lebensmittelhändler geben Produkte mit Verpackungsschäden oder nahe des Mindesthaltbarkeitsdatums, die die Kunden im Laden verschmähen, an die Tafeln, die sie dann an Bedürftige verteilen. Andere werfen sie weg, weil das einfacher und wirtschaftlicher ist.

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