Machen TV und Computerspiele dumm?

Computerspiele und Fernsehkonsum macht Kinder dumm, vor allem die Jungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Seit dessen Veröffentlichung scheiden sich darüber die Geister. Laut Studie soll für den Leistungsabfall der Botenstoff Dopamin verantwortlich sein. Er bewirke immer neue Glücksgefühle beim Computerspielen. Vorher Gelerntes wird ausgeblendet.

„Ob Botenstoff ja oder nein, das müssen die Wissenschaftler noch eindeutig klären“, sagt DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. „Fakt ist jedoch, dass immer mehr Kinder immer länger vorm Bildschirm sitzen. Die Folgen sind klar: Weniger Zeit für Hausaufgaben und fürs Lernen. Von den Belastungen der jungen Augen und der fehlenden Bewegung, einmal ganz zu schweigen.“

Vor allem Jungen scheinen von der Welt der Computerspiele besonders angesprochen. Mädchen hingegen werden in der Schule immer besser. So war 2003 das Verhältnis 39 zu 61 von Jungen und Mädchen, die es geschafft haben, von einer unteren in eine Oberschule zu wechseln. Ende der 80er Jahre war das Verhältnis noch ausgeglichen.

Richtig Lernen will gelernt sein

Fest steht: Auch richtiges lernen will gelernt sein. So rät Dr. Pfarrer, die Hausaufgaben nie vor dem Fernseher zu machen. „Bilder und Ton lenken viel zu sehr ab. Zwar werden die Aufgaben bearbeitet. Das Gehirn kann sich die Inhalte aber meist nicht lange merken. Das Büffeln war umsonst.“

Strategien für das richtige Lernen liefert auch die Broschüre „Gesund lernen“. Sie ist kostenlos in jeder DAK-Geschäftsstelle erhältlich.

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