Luftschiffe – Zeppeline

Die Entwicklung der Luftschiffe geht auf die Erfindung des Grafen Zeppelin zurück, der im Jahre 1900 am Bodensee das erste Starrluftschiff startete.

 

 

 

 

 

Luftschiffe sind Luftfahrzeuge, die leichter als Luft sind, also keine Flugzeuge. Sie bestehen meist aus einem Aluminiumgerippe und unzähligen Verstrebungen und Spanndrähten. Im Gerippe befinden sich einzelne Traggaszellen, die früher mit dem explosiven, da leicht entzündlichem, Gas Wasserstoff befüllt wurden. Das Gas sorgt für den Auftrieb des Luftschiffs. Heute verwendet man das ungefährliche Helium, das als Edelgas nicht brennbar, jedoch schwerer ist. 

 

 

 

 

 

 

 

Am Gerippe befinden sich Gondeln, sie tragen die Außenbordmotoren. Steuerstand und Fahrgastzellen wurden unten befestigt. Die Außenhaut bestand bei den früheren Zeppelinen aus imprägnierter Baumwolle. 

 

 

 

 

 

 

Zeppeline waren die ersten Luftfahrzeuge, die über den Atlantik nach Nordamerika, ja sogar um die Welt fahren konnten. Die Fahrt nach New York dauerte je nach Wetterlage zwischen 60 und 110 Stunden.  

 

Das größte Luftschiff der Welt war das LZ 129. Es war über 240 Meter lang, hatte einen Durchmesser von 41 Metern und wog 130 Tonnen. Es konnte 70 Passagiere und 12 Tonnen Fracht transportieren. Mit seinen vier Motoren mit je 1050 PS erreichte es eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h und legte enorme Strecken bis 16 500 km ohne Zwischenlandung zurück.

 

Am 6.Mai 1937 ging das LZ 129 bei der Landung auf die Luftschiffbasis Lakehurst in New Jersey in Flammen auf . Das Unglück, bei dem 46 Menschen den Tod fanden, beendete die große Zeit der fliegenden Zigarren. 

 

Zeppelin NT Wiedergeburt einer Legende

Im September 1997 startete der Zeppelin NT und weckte Erinnerungen an die große Zeit der Luftschiffe. Er ist eine Mischung aus Starrluftschiff und Prallluftschiff mit Ballonets, das sind Luftballons in der Ballonhülle. 
Mit 75 Metern Länge übertrifft er einen Jumbo Jet um fünf Meter und kann 12 Passagiere bis zu 900 km weit befördern. Neben Werbeeinsätzen ist der Zeppelin NT auch für touristische Zwecke einsetzbar.

 

 

 

 

Zeppeline

Man muß sicherlich nicht aerophil sein, um diese monströsen, fliegenden Zigarren faszinierend zu finden. Aber nachdem der Cargo-Lifter, bei dem man ja nie wußte, ob es sich nicht bloß um eine Schnapsidee handelt, unrühmlich pleite gegangen ist und mir beim Zeppelin-NT der Sinnvonsjanze nicht recht klar wird, speist sich die Faszination natürlich eher aus der Geschichte.

Eine wirklich umfassende Seite hat John Dziadecki zusammengestellt (auch wenn zwischenzeitlich leider einige weiterführende Links tot sind).

Aus einer studentischen Arbeit für das Zeppelin-Museum in Friedrichshafen ist eine schön bebilderte Biographie des Grafen und eine Dokumentation Zwischen Himmel und Hölle Luftschiffe im Krieg hervorgegangen.

 

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