Die ersten Taschenrechner

1967 entwickelt Texas Instruments mit dem batterie-betriebenen Cal Tech den ersten Taschenrechner, der die vier Grundrechenarten beherrschte.

 

Die Ergebnisse wurden auf einen Streifen Thermalpapier gedruckt (im Bild zu sehen). Es war ein Prototyp, der nie in Serie ging – man vermutete keinen Markt dafür.

1970 brachte Canon in Japan den Pocketronic in Serie heraus, basierend auf dem Cal Tech und mit amerikanischen Chips. Auch er konnte nur die Grundrechenarten und druckte das Ergebnis aus. Preis: $345.

1972 kam mit dem HP-35 von Hewlett-Packard der erste wissenschaftliche Taschenrechner mit 35 Tasten auf den Markt, Preis: $349. Er hatte ein LED-Display (Leuchtdioden), konnte aber nur mit RPN, der Reverse Polish Notation, bedient werden. Texas Instruments hatte mit dem Datamath inzwischen auch einen Display-Rechner, der aber weiterhin nur die Grundrechenarten beherrschte und $149.99 kostete. Ähnliche japanische Rechner von Canon, Casio, Sharp u.a. waren für unter 100 Dollar zu haben. Der englische Sinclair Executive war besonders dünn und galt als elegant. Erste Rechner mit dem heute üblichen LCD-Display (Flüssigkristall) gab es etwas später von Rockwell und Sharp.

 

RPN – Reverse Polish Notation
benannt nach einem polnischen Mathematiker, „dessen Namen man nicht aussprechen kann“ (so mein Lehrer damals).

Während man in heutigen Taschenrechnern eine Rechnung mit 4 + 5 = eingibt, tippte man in die ersten Geräte 4 [Enter] 5 +, wobei die Enter-Taste die Eingabe der ersten Zahl abschloß und sie „auf den Stack“ legte. Mehr dazu und einige Beispiel-Rechnungen im HP Museum.

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