Gehörlose

Eine Reise nach Gehörlosistan

In Deutschland gibt es etwa 80.000 Gehörlose oder Taube. Dazu kommen 2,5 Millionen Deutsche, die sich nur mit einem Hörgerät verständigen können. Viele Gehörlose sehen sich nicht als behindert an, sondern als Mitglieder einer sprachlichen Minderheit. Ihre Muttersprache ist die Gebärdensprache. Wer die Grundlagen kennen lernen will, kann dieses im Schnupperkurs Gebärdensprache tun. Er ist auch für uns Hörende eine Übung zum genauen Hingucken auf Gestik und Mimik des Sprechenden

Viele Gehörlose denken auch in Gebärdensprache. Deshalb heisst die informative Webseite, die auch den Schnupperkurs anbietet, www.visuelles-denken.de – überlege dir nur einmal, wie du einen bellenden Hund wahrnimmst und wie ein Tauber ihn sieht.

Gehörlose können zwar keine Musik hören, aber sie können Musik fühlen. Wie bei den Blinden bewirkt der Ausfall eines Sinnesorgans eine Sensibilisierung der anderen Sinne. So nehmen sie die Schwingungen mit den Fingern, den Füßen und dem Bauch intensiver wahr wie wir anderen. Sie können Musik wie Hörende erleben, nur eben anders. Die Gruppe „Pur“ hat darum neulich ein Konzert für Gehörlose veranstaltet, in dem auch die Texte simultan von einem „Gebärdenpoeten“ übersetzt wurden.

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