Weichspüler selber machen

 

Das Umweltbundesamt setzt Weichspüler an die Spitze der Haushaltsprodukte mit fraglichem Nutzen (auf Rang zwei folgen dann die Desinfektionsmittel).

Die zahlreichen Detergenzien, die Weichspülern zugesetzt werden, sind für Allergiker ein Problem, und ob man Babys und Kleinkindern den Kontakt zumuten sollte, ist zumindest diskutierbar.

Zudem sind sie meist parfümiert, was einige Mitmenschen als olfaktorische Zumutung empfinden.

 

Es gibt einfache, ökologische unbedenkliche und zusätzlich noch sehr preiswerte Alternativen mit natürlichen Hausmitteln. Die besten zwei besten Rezepte für selbstgemachten Weichspüler stellen wir hier vor.

Zitronensäure

4-6 EL Zitronensäure-Pulver (je nach Wasserhärte auch mehr oder weniger) in einem Liter Wasser auflösen. Pro Waschgang ca. 30 ml verwenden. Der Zitronenweichspüler sollte innerhalb von 2 – 3 Monaten aufgebraucht werden. Zitronensäure ist als Pulver in vielen Drogerien erhältlich.

Alternativ: einen leicht gehäuften Teelöffel Zitronensäurepulver in den Weichspülgang geben.

 

Essig

20-30 ml Essig (5 %) in das Weichspül-Fach der Maschine geben. Die Angaben gelten für weiches bis mittel-hartes Wasser.

Wenn von Essig gesprochen wird, ist der Haushaltsessig gemeint (Säuregrad etwa 5 %). Wenn Essigessenz (25% Säure) benutzt wird, muss entsprechend stärker verdünnt werden: Ein Teil Essigessenz + vier Teile Wasser = Essig (auch 1:5 genannt).

 

Wirkung

Bei Substanzen bewirken ihren Effekt durch eine leichte pH-Absenkung. Sie töten damit auch Keime (bis auf Milchsäurebakterien brauchen alle anderen Bakterien einen neutralen pH um zu gedeihen) bei niedrigen Temperaturen ab und führen eine „sanfte“ Entkalkung der Waschmaschine bei jedem Waschgang durch. Zudem entfernen Essig und Zitronensäure Waschmittelreste aus den Fasern der Kleidung.

Die Wäsche wird weich. Nicht so weich wie mit Weichspüler, aber deutlich weicher als ohne einen Zusatz. Im Gegensatz zu kommerziellen Weichspüler, bleiben Zitronensäure oder Essig nicht an den Wäschefasern haften. Dafür enthalten sie aber auch keine künstlichen Zusatzstoffe.

Ein immer wiederkehrender Einwand ist, dass Säure die Gummidichtungen oder den Edelstahl in Waschmaschinen angreift. Jedoch sind sowohl Essigsäure als auch Zitronensäure sogenannte „schwache Säuren“, und sie werden durch das Wasser des letzten Spülgangs ja noch einmal erheblich verdünnt.

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