Aromaöle & Duftlampen

Wohlgeruch für Körper, Geist und Seele.

 

Zur Geschichte der Aromatherapie

Aromaöle sind schon seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt. Man vermutet das die Duftkultur bis weit in die vorgeschichtliche Zeit zurückreicht. Durch das Verbrennen von Harzen, Hölzern und aromatischen Pflanzen drückten die Menschen in vorgeschichtlicher Zeit ihre Verehrung für die Götter aus. So genannte Rauchopfer sollten gesunde Menschen stärken und Kranke heilen. Die Ausführung solcher Zeremonien war Priesterinnen und Priestern vorbehalten.

Im Mittelalter blieb  das Wissen  um die Heilkraft der Pflanzen und ihrer ätherischen Öle lange Zeit der Kirche vorbehalten. Gelehrte Nonnen und Mönche studierten entsprechende Literatur in umfangreichen Bibliotheken, kultivierten die Pflanzen und stellten daraus Medikamente her.

Die Kirche verfolgte unerbittlich  jene „gottlosen Alchimisten“, Heilkundige aus dem  einfachen Volk, die viel praktisches Wissen um die Heilkraft der Pflanzen  besaßen. Sie wurden von der Amtskirche oft als Hexen oder Zauberer geächtet und verfolgt.

 

 

Mit der höfischen Mode  zur Zeit der Regentschaft des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. verbreitete sich  der Gebrauch von Parfüm in ganz Europa. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begannen Apotheker, Ärzte und Chemiker, die  Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen genauer zu untersuchen.
Der Beginn der Aromatherapie  liegt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Im ersten Weltkrieg behandelte der franz. Chemiker Gattefossé in den Kriegslazaretten Verwundete mit ätherischen Ölen. Die Aromaöle verhinderten Wundbrand, wirkten wundheilend, schmerzlindernd und fiebersenkend und sorgten außerdem für eine rasche Vernarbung. Zusätzlich stärkten sie aufgrund ihrer ganzheitlichen Wirkung auf Körper und Seele den Lebenswillen der Kranken.

Im Gegensatz zur Schulmedizin bewertet die Aromtherapie immer die gesamten körperlichen und psychischen Bedürfnisse der Betroffenen. Allerdings sollte die Anwendung  von Aromaölen nicht dazu verleiten, das man ein notwendiges Medikament nicht nimmt oder einen notwendigen Arztbesuch unterläßt!

 

Duftlampen

Die wohl bekannteste Anwendungsmöglichkeit von Aromaölen ist die Duftlampe zur Aromatisierung der Raumluft. An dieser Stelle werde ich  einige  Mischungen für die Duftlampe  empfehlen.

 

Zur Entspannung:Gebe in die mit mindestens vier Teelöffeln Wasser
gefüllte Verdunsterschale Deiner Duftlampe je

  • 3 Tropfen Lavendelöl
  • 3 Tropfen Bergamottöl
  • 2 Tropfen  Neroliöl

Entspannungsübungen beruhigen und steigern die Wirkung  dieser Mischung.

Zur Anregung: Gebe in die mit mindestens vier Teelöffeln Wasser
gefüllte Verdunsterschale Deiner Duftlampe je

  • 3 Tropfen Cistrosenöl (Cistus labdaniferus)
  • 3 Tropfen Eukalyptusöl
  • 2 Tropfen Lavendelöl

Eukalyptusöl ist das Öl gegen Trägheit und Lethargie. Es wirkt anregend und konzentrationsfördernd, macht also müde Geister wieder munter.

 

Auswahl von ätherischen Ölen und deren Wirkungen

  • Angelikaöl ( Angelica officinalis) beruhigend, schleimlösend
  • Anisöl (Pimpinella anisum) entspannend, krampflösend
  • Basilikumöl (Ocimum basilicum) beruhigend, schleimlösend
  • Benzoeöl (Styrax benzoin) entspannend, krampflösend
  • Bergamottöl (Citrus  bergamia) Stimmungsaufheller
  • Cistrosenöl ( Cistus ladbaniferus) ausgleichend, krampflösend
  • Eukalyptusöl (Eucalyptus globulus) konzentrationsfördernd
  • Jasminöl (Jasmimum officinalis) aphrodisierend
  • Kamillenöl (Matricaria chamomilla) entspannend, antiseptisch
  • Lavendelöl (Lavandula officinalis) ausgleichend, antiseptisch
  • Lemongrasöl (Cymbopogon citratus) erfrischend, antiseptisch
  • Melissenöl (Melissa officinalis)  belebend, krampflösend
  • Muskatellersalbei (Salvia scalera) inspirierend, vitalisierend
  • Neroliöl (Citrus bigardia) aufbauend, krampflösend
  • Patchouliöl (Pogostemon patchouli) aphrodisierend
  • Pfefferminzöl (Mentha piperita)  konzentrationsfördernd
  • Rosenöl (Rosa centifolia) antidepressiv, hautpflegend
  • Rosmarinöl (Rosmarinus officinalis) belebend und stärkend
  • Sandelholzöl (Santalum album) beruhigend, harmonisierend
  • Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) antibakteriell, antiviral
  • Vetiveröl (Vetiveria zizanoides) anregend, erotisierend
  • Ylang-Ylang-Öl (Cananga odorata) beruhigend, erotisierend
  • Ysopöl (Hyssopus officinalis)  Öl der Weisheit & Inspiration
  • Zedernöl (Cedrus atlantica)  aufmunternd, beruhigend

Natürlich gibt es noch viele, viele andere ätherische Öle, sie alle hier zu erwähnen würde jedoch den Rahmen sprengen.

 

Zur Aufbewahrung:

Die ätherischen Öle sind äußerst flüchtig, deshalb die Fläschchen immer gut verschloßen halten. Aromaöle sind sehr lichtempfindlich. bewahre sie immer in dunklen Glasfläschchen auf. Schütze  sie vor extremen Temperaturschwankungen, am besten lagerst Du sie bei Zimmertemperatur.

 

Und noch ein Tip:

Probiere die jenigen Aromaöle, die  Dein Interesse wecken, einfach aus. Verlasse Dich darauf, daß Deine Nase die für Dich passenden Düfte finden wird.
Verlasse Dich ganz auf Dein Gefühl ….

Das könnte Dich auch interessieren …