The Libertines

Wer in der Presse von den Ausrastern des Sängers (Pete Doherty), seinen Drogeneskapaden und immer wieder abgebrochenen Entzugsversuchen gelesen hat, durfte von dieser Gruppe nicht mehr viel erwarten.

Im September 2005 verscherbelt ein Unbekannter Bilder von ihm und seiner Freundin Kate Moss beim Koksen an die britische Boulevard Presse.

Was für ein Irrtum! Der Tanz über dem Abgrund, die brennende Seele, die Verzweiflung und das Bedürfnis, der Welt noch einmal den Stinkefinger in Form außergewöhnlicher Intensität zu zeigen, haben in der kurzen Dauer der Aufnahmesessions eine Musik hervor gebracht, an die keine der aktuellen „The“-Bands, geschweige denn die überproduzierten Chartlieblinge je heran kommen werden.

Das hier ist die Essenz von Sex and Drugs and Rock’n’Roll in seiner ganzen Zwiespältigkeit von Genialität und Unvollkommenheit, komprimiert in den Augenblick einer Platte und wahrscheinlich nicht wiederholbar. Danke dafür, Libertines!

Jung, aufgedreht, partyhungrig, musikverrückt: Pete Doherty und Carl Barât (den er 1996 durch seine Schwester kennenlernte) bilden die Keimzelle und das Songwriter-Gespann der Band.

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