Peel Sessions

 

Früher gab es in England (in D auch?) eine Regelung zum Schutz von Musik-Kapellen, die sich „Needletime“ nannte: Radiosender durften nur eine bestimmte Anzahl von Stunden Konservenmusik spielen, also mit der Nadel von Schallplatten, der Rest musste gesprochenes Wort oder Livemusik sein. Die Folge war, dass jeder Sender sein eigenes Rundfunk-Orchester unterhielt, das Bigband-Sound brachte oder die Hitparade nachspielte (was natürlich seeehr merkwürdig klang).

1967 startete John Peel auf BBC Radio One seine Sendung und machte sich dieses System zunutze, indem er jungen interessanten und meist unbekannten Gruppen die Chance bot, live im Radio aufzutreten und sich einem Millionenpublikum bekannt zu machen. Und das macht er jetzt seit 37 Jahren drei mal die Woche, auch wenn die Needletime längst Geschichte ist. Das Archiv der Peel Sessions ist beeindruckend, viele heute bekannte Interpreten hatten hier einen frühen Gig und ihre Peel Sessions sind eine beliebte und qualitativ hochwertige Quelle für Bootlegs. Die White Stripes waren zwei mal da und wer kannte sie 2001 schon in Europa ausser John Peel? Bemerkenswert ist auch, dass der inzwischen über 60-jährige Peel (und sein Team) noch immer die jüngste Hörerschaft der BBC besitzt.

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