Kings of Leon

In den Wochen vor Weihnachten gibt es keine interessante neue Musik. Gute Musiker veröffentlichen nicht im Dezember. Punkt. Das ist ein unumstößliches Musik-Gesetz. Der Dezember ist reserviert für Best-of-Alben und Oldie-Gruppen, die sonst keinen Fuß mehr ins Geschäft kriegen. Dezember-Platten sind nur was für verzweifelte Weihnachtsgeschenk-Sucher: wenn ihnen absolut nichts anderes mehr einfällt, gibt es ne CD.

„U2 / Tocotronic / Tina Turner / [füge einen Schnarchsack deiner Wahl ein] hat ihr/ihm doch daaaaamals auch gefallen, also ….“.

Wer interessante Musik sucht, muss gucken, was einem bisher entgangen ist. Und siehe da, ich fand die Kings of Leon aus Bushland, USA. Das ist Rockmusik.

Kein Oldie-Rock, kein Schweine-Rock, einfach guter Rock. Vorgetragen von vier jungen Brüdern, Prediger-Söhnen, also aufgewachsen in Verzweiflung, aber ohne Ablenkung durch Coolness & Drugs & Abgeklärtheit. Klingt frisch, ist frisch und genau richtig für Dezember.

Kings Of Leon – Back Down South

Hallelujah! Das war wahrscheinlich das erste Wort, das Caleb, Nathan und Jared dereinst zu hören bekamen.

Ihr Vater, Leon Followill, war in den 60ern noch als Hippie unterwegs, aber dann kam irgendwann der Heilige Geist über ihn. Er konvertiert zum Christentum und heuert bei der Pentecostal Church als Wanderprediger an. Er heiratet eine Kirchenmusikerin, und aus der Ehe gegen die drei Jungs hervor.

 

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