Billy Idol

Damals, Mitte der 70er in London, fegte eine Welle von wildgewordenen Kids mit Fuck-You-Attitude, schrillem Outfit und rauer selbstgemachter Musik die etablierten Bombast-Rocker, Glam-Rock-Luschen und lahmarschigen Spät-Hippies in die Bedeutungslosigkeit – die Punks.

Für die Nachgeborenen: diese Bewegung hatte nichts zu tun mit den verhärmten Schnorrern, die heutzutage mit ihren Kötern in den Fussgängerzonen abhängen. Ein Punk sitzt nicht rum, ein Punk ist in Action!

Ein Punk der ersten Stunde war der junge William Broad, auf frühen Fotos immer dadurch zu erkennen, dass er mit seinem schüchternen Lächeln und der braven Seitenscheitel-Frisur so gar nicht zu den anderen passt. Ab Ende 1976 spielte er dann Gitarre bei den Generation X, glich sein Aussehen und Verhalten dem seiner Kumpel an und nannte sich Billy Idol.

Dennoch: „When Generation X were playing, we’d all be throwing shit at them, because Billy Idol was a wanker [= Wichser]“ (Gareth Holder von The Shapes).


Billy Idol – Sweet Sixteen

 

Anfang der 80er machte er sich selbständig, trainierte sich einen schiefen Schmollmund an und benahm sich so, wie die Medien es von einem wilden Punk erwarteten. Dazu sang er Hitparaden-kompatible Popmusik. Kurzum: er war ein Fake, ein Produkt der Plattenindustrie und brachte ihnen viel Geld ein. Als Punk dann nicht mehr lief, machte er auf Schnulzen und versank schließlich in der Bedeutungslosigkeit.

 

Das könnte Dich auch interessieren...