Arctic Monkeys

Wer meint, im letzten Jahr hätte jede englische Rockgruppe, die auch nur in der Lage ist eine Gitarre auf die Bühne zu schleppen, eine Platte aufgenommen und in die Hitparaden befördert und nun wäre es gut und der Hype durch (schließlich gab es im letzten Monat seit langem einmal kein einziges spektakuläres britisches Debutalbum), der hat sich geirrt.

Im Gegenteil, die Bands wachsen nach. Die vier Jungs aus Sheffield, einer alten englischen Arbeiterstadt, die heute so trostlos ist wie die ehemaligen Kohlereviere an der Ruhr, sind noch nicht einmal 20 Jahre alt, doch sie füllen schon jetzt jeden Saal jeder Größe.


Arctic Monkeys – Arabella

Wie machen die das? Ganz einfach: sie haben das Internet verstanden. Schon lange, bevor sie eine Plattenfirma fanden, haben sie ihre Musik im Web veröffentlicht. Die mp3-Blogs, immer auf der Suche nach frischer Musik, griffen ihre Songs auf und verbreiteten sie weltweit. Als die Jungs im Oktober 2005 das Londoner Astoria zum Kochen brachten, wunderten sich die anwesenden Spex-Redaktuere, dass die Fans alle Texte mitsingen konnten – schließlich gab es noch gar keine Platte von ihnen zu kaufen. So macht man das eben heute!

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