Ab wann gehört man zu dem Berufszweig Künstler?

Sich als Künstler fühlen ist jedermann erlaubt, auch dem, der überhaupt nichts Künstlerisches produziert. Es steht dem auch nichts entgegen sich bei Fragen nach dem Beruf sich einer netten Frau als Künstler vorzustellen oder sich gegenüber den neugierigen Fragen eines Mannes, eine Identität als Künstlerin zu verleihen. Warum nicht. Doch wenn es darum geht, ein geregeltes Einkommen als Künstler nachzuweisen oder sich in der Arbeitsvermittlung als Künstler vermitteln lassen zu wollen, zählen Ausbildung, Berufspraxis und die Geldsumme, die am Ende eines Jahres als Einnahmen aus künstlerischen Tätigkeiten stammen sollten, um der Berufsgruppe der Künstler zugerechnet zu werden. Das ist auch für die Berechtigung, seine Krankenversicherung in der KSK, der Künstlersozialkasse zu führen, wichtig.

Gegenüber der Künstlerkrankenkasse oder anderen Berufsverbänden gilt dann, dass entweder der gesamte oder zumindest der Haupterwerb (also über 50 Prozent der Einnahmen) aus künstlerischen Tätigkeiten stammt.

Nicht zu verwechseln mit dem Künstler ist der kunstgewerblich tätige Künstler. Er zählt streng genommen zu den Gewerbetreibenden, denn das Kunsthandwerk ist ein ganz normales Gewerbe und zählt nicht als freiberuflicher Künstlererwerb. Die Grenze kann allerdings fließend sein, ein Kunsthandwerker, der zum Beispiel Ausstellungen macht und Einzelstücke herstellt, kann sich auch Künstler nennen.

Das könnte Dich auch interessieren...