Nikolaus – Hintergrund-Fakten

Der Nikolaus sieht genau so aus wie der Weihnachtsmann. Sind sie verwandt?

Nein, der Nikolaus ist viiieeel älter. Der Weihnachtsmann ist erst 150 Jahre alt. Wahrscheinlich bekam er auch schon vom Nikolaus die Schuhe voll gemacht. Der Weihnachtsmann ist der gutmütige Geschenke-Onkel, der am Heiligabend kommt und für jeden was im Sack hat. Der Nikolaus aber unterscheidet sehr wohl, ob jemand das ganze Jahr über anständig war, und nur denen tut er Gutes. Die Bösewichter aber sollten sich vor ihm in Acht nehmen.

Warum ist der Nikolaus so ein alter Mann?

Naja, er ist nicht mehr der Jüngste, etwa 1750 Jahre alt.

Warum ist der Nikolaus immer mit weißem Bart und Mütze verkleidet?

Sonst würde man sofort erkennen, daß er eigentlich ein Türke ist (Stichwort: Migrationshintergund). Er wurde in Patara an der Mittelmeerküste geboren und verbrachte dort 800 Jahre, bis er von italienischen Piraten nach Bari entführt wurde. Wenn er am Nikolaustag zu uns kommt, würde er sicher Ärger mit dem Ausländeramt bekommen, wegen Visum und Aufenthaltsgenehmigung und so. Aber wenn jetzt noch mal einer was gegen die Türken sagt, dann musst du ihn ordentlich ausschimpfen und einen Dummkopf nennen.

In meiner Stadt gibt es eine Sankt Nikolai-Kirche. Hat das was mit dem Nikolaus zu tun?

Ja, der Nikolaus ist der Beschützer aller Kinder, zu denen war er immer besonders nett. Aber er ist auch der Beschützer der Schiffer, Bierbrauer, Bauern und der Prostituierten. Eigentlich hilft er allen Menschen und Berufen, außer den Dieben, die mag er überhaupt nicht. Darum hat man Kirchen nach ihm benannt.

Erzähl mir mehr vom Nikolaus!

Och nö, das können andere besser. Und auch die Wikipedia kann viel über ihn zu erzählen.

Bei uns vor dem Kaufhaus steht so ein schlecht verkleideter Mann, spielt den Nikolaus und will nur was verkaufen. Darf der das?

Tja, das ist ein Betrüger, der hat weder mit dem Nikolaus noch mit dem Weihnachtsmann etwas zu tun. Aber da der Nikolaus ein gütiger Mann ist, rennt er nicht zur Polizei und macht eine Anzeige. Ihr könnt euch jedoch einen Spaß mit diesen falschen Typen machen: reisst ihnen die unechten Bärte runter und gebt sie nicht zurück. Wer abends die meisten gesammelt hat, hat gewonnen. Das wird bestimmt lustig.

Kann ich heute auch Jemandem etwas Gutes tun?

Na klar, das kannst du eigentlich jeden Tag, aber der Nikolaustag ist dafür besonders gut geeignet. Überlege doch einmal, worüber sich deine Familie und deine Freunde sehr freuen würden. Es muss auch gar kein Geld kosten, nur vom Herzen sollte es kommen.

 

Epilog:

Am Nikolaustag wimmelt es wieder von rotgekleideten Männern mit vorgebundenen weißen Bärten in allen Einkaufs-Straßen unserer Städte.

Ihre Aufgabe ist klar: Kauft, Leute, kauft – Weihnachten ist nah, da müsst ihr eure Lieben reichlich und aufwändig beschenken. Doch wo ist Knecht Ruprecht geblieben?

 

Aber, liebe Eltern, lasst euch von der Rauschebart-Inflation nicht von einem richtig schönen Nikolaustag für euch und eure Kinder abbringen. Sorgt für gefüllte Stiefel mit weihnachtlichen Kleinigkeiten und erzählt ihnen die Geschichte vom Nikolaus. Bereitet euren Kindern einen einmaligen Tag, der ihre Phantasie anregt und damit ihre Intelligenz steigert. Der Nikolaustag ist wie Weihnachten und die ganze Adventszeit ein jährlich wiederkehrendes Ritual, auf das man sich freuen und das man genießen sollte. Nicht als Kommerzfest, wie die Wirtschaft es gerne hätte, sondern als Fest für die Seele. Graue Alltage haben wir genug – die Weihnachtszeit ist das Sahnehäubchen des Jahres. Schade, dass so viele Kinder das nie erleben können, weil ihre Eltern die Phantasie schon verloren haben….

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