Neue Stätten des Welterbes

Die Liste des World Heritage wird bei uns meist als Weltkulturerbe übersetzt, dabei enthält sie neben 611 Kulturdenkmälern auch 154 Natur- und 23 gemischte Stätten aus 134 Ländern der Welt. Um vom Kommittee der UNESCO, der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, als Welterbe anerkannt zu werden, müssen die Plätze den Kriterien der „Einzigartigkeit“ und der „Authentizität“ (bei Kulturstätten) bzw. der „Integrität“ (bei Naturstätten) entsprechen und es muss ein langfristiger Erhaltungsplan vorliegen.

Auf seiner diesjährigen Sitzung im chinesischen Suzhou hat das Welterbe-Kommitee drei neue deutsche Stätten in ihre Liste aufgenommen:

das Elbtal um Dresden,

das Rathaus und den Roland in Bremen

und den Muskauer Park / Park Muzakowski als gemeinsamen deutsch / polnischen Beitrag.

Insgesamt gibt es 34 neue Stätten des Welterbes, unter anderem die vor einem halben Jahr bei einem Erdbeben stark geschädigte iranische Stadt Bam, der Liverpooler Hafen, alte chinesische Paläste, Regenwald in Sumatra und ein Eisfjord in Grönland.

 

Seit gestern steht auch eine deutsche Kulturstätte auf der World Heritage Danger List der UNESCO, der Roten Liste für bedrohtes Welterbe: dem Kölner Dom droht der Entzug der erst 1996 verliehenen Auszeichnung, denn eine Reihe geplanter Hochhäuser werden den Blick auf die Kirche verstellen.

Die deutschen Seiten der UNESCO und der „Welterbestätten Deutschlands“ wurden bisher noch nicht auf den aktuellen Stand gebracht, die neuen Kulturdenkmäler dürften dort aber in nächster Zeit ausführlich gewürdigt werden.

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