Was ist Schwarzer Humor?

Der sogenannte „Schwarze Humor“, gelegentlich auch als „schwarze Komödie“ bezeichnet, bezieht seine Wirkung aus der Gegenüberstellung bzw. Gleichstellung von morbiden und absurden Elementen mit komischen Stilmitteln.

Frühe Beispiele, respektive Vorläufer, sind die Bühnenstücke des Aristophanes (griechischer Komödiendichter; * um 444 v. Chr. in Athen; † um 380 v. Chr. ebenda), der Roman „Gullivers Reisen“ (1726) des irischen Schriftstellers Jonathan Swift (u.a. eine Parodie auf der Genre der Reiseliteratur) und die satirische Novelle „Candide oder der Optimismus“ (1759) des französischen Philosophen Voltaire. Später wurde er in den Werken der Schriftsteller Nathanael West, Vladimir Nabokov und Joseph Heller angewendet. Wobei die Abgrenzung zu Satire und Parodie schwierig ist.

In Deutschland wird „Schwarzer Humor“ auch häufig mit „Britischem Humor“ (oder auch trockenem Humor (siehe als bekannte Vertreter Loriot bzw. Oscar Wilde)) gleichgesetzt.

Deren Hauptmerkmale sind unverblümte Direktheit, Absurdität und Understatement.
Der spannungsreiche Gegensatz zwischen Understatement und (bisweilen grausamer) Direktheit macht dabei den witzigen Charakter des britischen Humors aus (Ungeheuerlichkeiten werden dabei präsentiert, als seien sie etwas Alltägliches).

Das könnte Dich auch interessieren …